Mein Therapieangebot
im Erwachsenenbereich

Hier finden Sie einen Überblick darüber, welche Störungsbilder ich im Erwachsenenbereich 

behandle und mit welchen Therapiemethoden ich überwiegend arbeite.

Sprache und Sprechen

Behandlungsschwerpunkte

 

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Therapie neurologisch bedingter Sprach- und Sprechstörungen. Dazu gehören insbesondere:

 

Aphasie
Nach einem Schlaganfall oder anderen neurologischen Erkrankungen können das Sprechen, Verstehen, Lesen und Schreiben beeinträchtigt sein. Häufig zeigen sich beispielsweise Wortfindungsstörungen oder Schwierigkeiten beim Sprachverständnis.

 

Dysarthrie
Bei einer Dysarthrie sind die für das Sprechen notwendigen Bewegungsabläufe beeinträchtigt. Die Sprache kann dadurch beispielsweise undeutlich oder verwaschen klingen; auch Stimme, Sprechtempo und Atmung können betroffen sein.

 

Sprechapraxie
Hier ist die Planung und Koordination der Sprechbewegungen gestört. Betroffene wissen, was sie sagen möchten, haben aber Schwierigkeiten, die erforderlichen Sprechbewegungen gezielt auszuführen.

 

Morbus Parkinson
Bei Morbus Parkinson können Stimme und Sprechen zunehmend leiser und undeutlicher werden. Häufig verändern sich auch Sprechtempo und Sprachmelodie. Ziel der logopädischen Therapie ist es, Stimme und Verständlichkeit möglichst gut zu erhalten bzw. zu verbessern.

 

Erwachsene mit Behinderungen

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die logopädische Therapie von Erwachsenen mit körperlichen oder geistigen Behinderungen. Viele dieser Patientinnen und Patienten behandle ich direkt in ihren Einrichtungen.

 

Je nach individuellen Möglichkeiten geht es in der Therapie darum, vorhandene sprachliche und kommunikative Fähigkeiten zu verbessern oder möglichst lange zu erhalten. Dabei probiere ich unterschiedliche Methoden und Kommunikationswege aus und orientiere mich daran, was für den einzelnen Menschen gut funktioniert.

 

Nicht bei jedem Menschen stehen dabei messbare Fortschritte im Vordergrund. Manchmal bedeutet Therapie auch, Abwechslung vom Alltag zu schaffen, Kommunikation anzuregen, gemeinsam aktiv zu sein und Freude am Austausch zu erleben. Auch das kann ein wichtiger Bestandteil einer sinnvollen Therapie sein.

 

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen beziehe ich gern mit ein. So können hilfreiche Kommunikationswege und Strategien auch außerhalb der Therapiestunden im Alltag genutzt werden.

 

 

So sieht die Therapie aus

 

Die Therapie richtet sich nach Art und Ausprägung der Sprach- oder Sprechstörung und wird individuell an die Fähigkeiten und Ziele der Patientinnen und Patienten angepasst. Dabei probiere ich gern unterschiedliche Therapieansätze und Kommunikationswege aus, um herauszufinden, was für den einzelnen Menschen am besten funktioniert. Nicht jede Methode passt zu jedem – deshalb gehört für mich auch dazu, immer wieder neue Ideen auszuprobieren und die Therapie entsprechend anzupassen.

Mein Ziel ist dabei nicht nur eine Verbesserung einzelner sprachlicher oder sprecherischer Fähigkeiten, sondern vor allem, Kommunikation im Alltag wieder besser möglich zu machen. Wenn es sinnvoll und gewünscht ist, beziehe ich deshalb auch Angehörige gern in die Therapie ein.

 

In der Aphasietherapie arbeite ich sehr gern digital mit dem iPad. Dabei nutze ich unter anderem Neolexon sowie verschiedene Lexico-Apps. Daneben kommen Arbeitsmaterialien aus dem NAT, neurologiespezifisches Therapiematerial und auch immer wieder Spiele zum Einsatz. Selbst ein Klassiker wie „Stadt – Land – Fluss“ lässt sich hervorragend für Wortfindung und Wortschatzarbeit nutzen.

 

Bei Dysarthrie und Sprechapraxie stehen – je nach Störungsbild – gezielte Übungen für Sprechen, Artikulation, Stimme und Verständlichkeit im Vordergrund. Auch hier wird die Therapie individuell zusammengestellt und möglichst alltagsnah gestaltet.

 

Morbus Parkinson / LSVT® LOUD
Bei Sprech- und Stimmstörungen im Rahmen eines Morbus Parkinson orientiere ich mich an den Prinzipien von LSVT® LOUD, für die ich zertifiziert bin. Ziel ist insbesondere eine kräftigere, tragfähigere Stimme und eine bessere Verständlichkeit im Alltag. Die Übungen und deren Intensität passe ich dabei individuell an die Möglichkeiten und Bedürfnisse meiner Patientinnen und Patienten an.

 

Unterstützte Kommunikation

Wenn die Lautsprache nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung steht, können ergänzende oder alternative Kommunikationsmöglichkeiten den Alltag deutlich erleichtern. Ich mache Patientinnen und Patienten sowie Angehörige auf diese Möglichkeiten aufmerksam und informiere darüber, dass Kommunikationshilfen bei entsprechender Voraussetzung von der Krankenkasse übernommen werden können. 

 

Steht eine Kommunikationshilfe zur Verfügung, unterstütze ich bei der praktischen Anwendung und Einbindung in den Alltag. Dazu gehören beispielsweise Kommunikations-Apps wie MetaTalk oder Kommunikationsbücher wie Logicon.

 

Auch Gebärden und natürliche Gesten können die Verständigung unterstützen. Dabei nutze ich vor allem Gesten, die vielen Menschen ohnehin vertraut sind und intuitiv verstanden werden. In der Therapie zeige ich, wie diese gezielt eingesetzt werden können, um tatsächlich zu kommunizieren, wenn das Sprechen nicht oder nur eingeschränkt möglich ist. Gerade bei einer schweren Sprechapraxie kann dies eine wertvolle zusätzliche Möglichkeit zur Verständigung sein.

 

Stimme

Behandlungsschwerpunkte

 

Stimmstörungen können sich beispielsweise durch anhaltende Heiserkeit, eine eingeschränkte Belastbarkeit der Stimme oder Veränderungen des Stimmklangs bemerkbar machen. Ich behandle funktionelle und organisch bedingte Stimmstörungen bei Erwachsenen sowie bei Bedarf auch bei Kindern und Jugendlichen.

 

So sieht die Therapie aus

In der Stimmtherapie arbeite ich überwiegend mit der Tonalen Stimmtherapie und LAX VOX®. Beide Methoden lassen sich gut miteinander kombinieren und ermöglichen ein sehr praktisches Arbeiten an einer möglichst mühelosen und belastbaren Stimme.

 

Bei der Tonalen Stimmtherapie steht die Entwicklung eines natürlichen und tragfähigen Stimmklangs im Mittelpunkt. Mit LAX VOX® lässt sich die Stimmgebung zusätzlich auf einfache und schonende Weise unterstützen und regulieren.

 

Ergänzend setze ich bei Bedarf das NOVAFON ein, beispielsweise zur Lockerung der Nackenmuskulatur und zum Abbau von Spannungen, die sich ungünstig auf die Stimmgebung auswirken können.

 

Welche Übungen dabei im Vordergrund stehen, richtet sich nach der jeweiligen Stimmstörung und danach, was für die Patientin oder den Patienten gut funktioniert und sich in den Alltag übertragen lässt.

 

Für das Üben zu Hause erhalten meine Patientinnen und Patienten ihren eigenen LAX-VOX®-Schlauch – zusammen mit einer von mir selbst genähten Aufbewahrungstasche.

Schlucken

Behandlungsschwerpunkte

 

Ich behandle leichtere Schluckstörungen (Dysphagie), beispielsweise nach einem Schlaganfall, bei neurologischen Erkrankungen oder nach Operationen.

 

So sieht die Therapie aus

Je nach Art der Schluckstörung arbeite ich vor allem mit Schlucktechniken und Schluckmanövern, die das Schlucken erleichtern und sicherer machen sollen. Dazu können beispielsweise eine veränderte Kopfhaltung, eine gezielte Atemführung oder bewusst eingesetzte Schluckabläufe gehören.

 

Ergänzend nutze ich myofunktionelle Übungen sowie bei geeigneten Patientinnen und Patienten das NOVAFON mit intraoralen Aufsätzen.

 

Wichtiger Hinweis

Schwere Schluckstörungen behandle ich nicht und führe auch kein Trachealkanülenmanagement durch. In diesen Fällen empfehle ich ausdrücklich die Behandlung durch entsprechend spezialisierte und erfahrene Kolleginnen und Kollegen.

 

 

 

 

 

 

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